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Ausbildungsverständnis

Lehr- und Lernverständnis Mediation basieren auf einem ganzheitlichen Ansatz, prozessorientiertem Vorgehen, themenzentriertem Arbeiten mit großer Handlungsorientierung.

Die Studenten lernen den Unterschied zwischen einer Tätigkeit als Berater, Coach oder Mediatior.

Ziele:

Die Studenten lernen die Grundlagen der Mediation, können diese beruflich anwenden und mit eigenen Konflikten meditativ umgehen:

  • sie reflektieren das eigene Verhalten in Konflikten und nutzen Mediation zur eigenen Konfliktbeilegung,
  • sie bringen persönliche Authentizität in den Mediationsprozess ein,
  • sie unterstützen Konfliktparteien, ihre Ressourcen wahrzunehmen und diese zur Lösung ihrer Konflikte zu nutzen,
  • sie unterstützen die Konfliktparteien, im Konflikt eigene Interessen zu vertreten und dabei mit den anderen respektvoll umzugehen, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten,
  • sie entwickeln eine meditative Grundhaltung (ethisches Selbstverständnis).

Ethisches Selbstverständnis des Mediators (Der nachfolgend benutzte Begriff „Mediator“ ist eine Funktionsbezeichnung und bezeichnet sowohl Männer als auch Frauen)

Menschenbild:

Der Mediator erkennt in jedem Menschen das Potential zum Umgang mit und zur Lösung der eigenen Konflikte. Der Mediator vertraut in die Kompetenz der Parteien zur kreativen Gestaltung und zur Verständigung im Konflikt. Der Mediator achtet die Autonomie der Beteiligten, respektiert die Einzigartigkeit jedes Einzelnen und gleichzeitig auch die Vielfalt der Unterschiede, die ein großes Potential bergen.

Verantwortung:

Der Mediator fördert die Selbstverantwortlichkeit aller Beteiligten. Es bietet einen geschützten „Raum“, in dem sich die Konfliktparteien auf das Problem einlassen können. Er unterstützt und ermuntert den Prozess der Lösungssuche. Er ermutigt die Parteien, die Verantwortung für die von ihnen eingebrachten Inhalte und die erarbeitete Vereinbarung zu übernehmen.

Geschützter Rahmen

Der Mediator schafft einen geschützten Rahmen, der es den Konfliktparteien ermöglicht, sich auf den Prozess einer gemeinsamen Lösungssuche einzulassen und der Gewalt ausschließt.

Allparteilichkeit und Fairness

Der Mediator nimmt die Bedürfnisse und Interessen alle Konfliktparteien mit dem gleichen Respekt war. Er achtet auch Machtunterschiede und gibt jeder Partei die Zeit und die Aufforderung, ihre Sache vollständig darzustellen. Er stellt sicher, dass sich jede Konfliktpartei über die eigenen Bedürfnisse und Wünsche klar werden kann.

Offenheit

Der Mediator ist ruhig und aufmerksam und ermutigt die Streitparteien zu offener und direkter Aussprache und zu gegenseitiger Toleranz und Wertschätzung.

Einfühlung und Ermutigung

Der Mediator fühlt sich in die Konfliktparteien ein und achtet das gesamte Spektrum der Gefühle aller Beteiligten. Er fördert die gegenseitige Einfühlung der Konfliktparteien und ermutigt sie, ihren Konflikt gemeinsam auszutragen.

Vertraulichkeit und Vertrauen

Der Mediator behandelt alles, was er in der Mediation erfährt respektvoll und vertraulich. Er vereinbart mit den Konfliktparteien, dass er – im Falle eines Gerichtsprozesse – nicht als Zeuge für Tatsachen benannt wird, die ihm im Verlauf des Mediationsverfahrens bekannt geworden sind. Durch seine Integrität und Aufrichtigkeit stärkt er das Vertrauen der Konfliktparteien in das Verfahren und die Erreichbarkeit einer Lösung für ihren Konflikt.

Freiwilligkeit

Der Moderator gewährleistet die freiwillige Teilnahme aller Konfliktparteien an der Mediation, indem er sie vollständig über das Verfahren der Mediation informiert und sie auf dessen Möglichkeiten und Grenzen hinweist. Mit welchem Ergebnis und zu welchem Zeitpunkt sie den Mediationsprozess beenden wollen, bleibt ausschließlich den Konfliktparteien überlassen.

Eigenes Verhalten im Konflikt

Der Mediator ist bereit, Kritik entgegenzunehmen und im eigenen Konflikt diesen in einer Mediation zu bearbeiten.

Professionalität

Der Moderator verpflichtet sich, durch sorgfältige Vorbereitung die Interessen der Konfliktparteien bestmöglich zu wahren. Wenn er erkennt, dass eine parteiliche Beratung für die Konfliktparteien nötig wäre, weist er sie darauf hin und ermutigt sie, diese für sich in Anspruch zu nehmen.

Wenn der Moderator erkennt, dass seine Allparteilichkeit nicht mehr gewährleistet ist, verpflichtet er sich, diese unter Zuhilfenahme von professioneller Unterstützung wiederzugewinnen bzw. die Mediation an einem Kollegen/in weiterzuleiten. Er verpflichtet sich zu regelmäßiger Selbstreflexion durch Supervision, Coaching und kollegialer Beratung.

Ansatz

Lehr- und Lernverständnis Mediation basieren auf einem ganzheitlichen Ansatz, prozessorientiertem Vorgehen, themenzentriertem Arbeiten mit großer Handlungsorientierung.

Ausbildung

Die Studenten lernen den Unterschied zwischen einer Tätigkeit als Berater, Coach oder Mediatior.

Ziel

Die Studenten lernen die Grundlagen der Mediation, können diese beruflich anwenden und mit eigenen Konflikten meditativ umgehen:

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